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Rehabilitationseinrichtung

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Rehabilitations-Einrichtung

Menschen mit Behinderungen sollen selbst-ständig leben können.

Und sie sollen in der Gesellschaft überall mitmachen können.

Dafür gibt es Hilfen.

Zum Beispiel:

  • in der Schule
  • wenn sie eine Ausbildung machen wollen
  • bei der Arbeit
  • in der Freizeit
  • Oder beim Wohnen

Die Hilfen heißen: Leistungen zur Teilhabe

Die Hilfen stehen im Gesetz.

Das Gesetz heißt: Sozial-Gesetz-Buch 9

Das kurze Wort dafür ist: SGB 9.


Es gibt verschiedene Leistungen zur Teilhabe.

Zum Beispiel:

  • Medizinische Leistungen
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben
  • Oder Leistungen zur sozialen Teilhabe

Man sagt in Schwerer Sprache dazu:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
  • Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
  • Und Leistungen zur sozialen Rehabilitation

Rehabilitation bedeutet: Wieder-Herstellung

Das kurze Wort für Rehabilitation heißt: Reha


Die Hilfen und Leistungen für die Reha und Teilhabe

bezahlen verschiedene Ämter.

Diese Ämter sind die Rehabilitations-Träger.

Man sagt auch kurz: die Reha-Träger

Es gibt verschiedene Reha-Träger.

Jeder Reha-Träger ist

für einen bestimmten Bereich von der Reha zuständig.

Sie informieren und beraten Menschen mit Krankheiten

Oder Behinderungen über mögliche Reha-Maßnahmen

Und sie bezahlen die Kosten, 

wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.


Die Leistungen zur Teilhabe werden von verschiedenen Reha-Einrichtungen

Und Reha-Diensten durchgeführt.

Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste helfen den Menschen.

Die Menschen sollen wieder mit-machen können.

Die Reha-Einrichtungen können eigene Einrichtungen

von den Reha-Trägern sein.

Oder die Reha-Einrichtungen haben einen Vertrag mit den Reha-Trägern.


Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste können unterschiedlich arbeiten.

Die Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste können stationär sein.

Das heißt: Man bleibt in der Einrichtung.

Die Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste können auch ambulant sein.

Das heißt: Man kommt nur für Termine in die Einrichtung.

Oder die Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste sind mobil.

Das heißt: Die Mitarbeiter kommen zu einem nach Hause.


Die Reha-Einrichtungen und Reha-Dienste haben verschiedene Angebote.

Zum Beispiel:

  • im medizinischen Bereich
  • im schulischen Bereich
  • im beruflichen Bereich
  • Oder im sozialen Bereich


Es gibt verschiedene Rehabilitations-Einrichtungen.

Es gibt zum Beispiel Einrichtungen zur medizinischen Rehabilitation

Das sind zum Beispiel Reha-Kliniken.

Es gibt auch Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation.

Das heißt:

Die Menschen sollen wieder arbeiten können.

Die Einrichtungen heißen zum Beispiel:

  • Berufs-Förderungs-Werke
  • Oder Berufs-Bildungs-Werke

Die Menschen bekommen dort Hilfe.

Die Hilfe heißt: Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben

Das kurze Wort dafür ist: LTA

Die Menschen können dort zum Beispiel:

  • eine Weiterbildung
  • eine Ausbildung
  • Oder eine Umschulung

machen.


Hier werden Schwere Wörter erklärt:

Berufliche Rehabilitation

Berufliche Reha ist das kurze Wort für:

Berufliche Rehabilitation

Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Berufliche Rehabilitation bedeutet zum Beispiel:

Frau Müller war lange krank.

Jetzt will Frau Müller wieder arbeiten gehen.

Damit das klappt, 

muss sie eine Weiter-Bildung machen.

Nach der erfolgreichen Weiter-Bildung

kann sie bei ihrem alten Arbeit-Geber weiter arbeiten.

 

Berufs-Bildungs-Werk

In einem Berufs-Bildungs-Werk können

junge Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung machen.

Wenn sie besondere Unterstützung brauchen.

Und wenn sie keinen Ausbildungs-Platz

auf dem allgemeinen Arbeits-Markt bekommen haben.

Oft gibt es für Auszubildende auch ein Internat,

wo sie wohnen können.

In den Werkstätten von den Berufs-Bildungs-Werken

lernen die Auszubildenden die praktische Arbeit.

In der Berufs-Schule lernen sie die Theorie.

Außerdem gibt es besondere Unterstützung.

Zum Beispiel:

  • Nach-Hilfe
  • besondere Übungen vor Prüfungen
  • Und Beratung

Die Agenturen für Arbeit schlagen Jugendliche für so eine Ausbildung vor.

 

Berufs-Förderungs-Werk

Ein Berufs-Förderungs-Werk ist eine Einrichtung

zur beruflichen Wieder-Eingliederung von Erwachsenen.

Die Angebote nutzen erwachsene Menschen,

wenn sie aus gesundheitlichen Gründen

ihren bisherigen Beruf aufgeben mussten

Und nun eine neue berufliche Perspektive suchen.

In einem Berufs-Förderungs-Werk kann man

eine Umschulung in einem neuen Beruf machen.


Leistungen zur sozialen Rehabilitation / Leistungen zur sozialen Teilhabe

Menschen mit Behinderungen sollen in der Gesellschaft mitmachen können.

Und sie sollen selbst-bestimmt leben können.

Dafür gibt es die Leistungen zur sozialen Teilhabe.

Man sagt dazu auch: Leistungen zur sozialen Rehabilitation

Rehabilitation bedeutet: Wieder-Herstellung

Leistungen zur sozialen Rehabilitation sind Hilfen beim Zusammen-Leben.

Diese Hilfen gibt es zum Beispiel:

  • Assistenz:
    Assistenz ist die Hilfe durch eine andere Person.
    Die Assistenz-Person hilft im Alltag. 
    Zum Beispiel: beim Einkaufen, beim Waschen, beim Kochen oder wenn man zu einem Verein begleitet werden möchte.
  • Wohnen:
    Hilfe bei der Beschaffung oder beim Umbau einer Wohnung.
    Zum Beispiel, damit das Bade-Zimmer mit dem Rollstuhl zu nutzen ist.
  • Hilfs-Mittel:
    Technische Geräte, die den Alltag leichter machen.
    Zum Beispiel: ein barriere-freier Computer
  • Lernen: 
    Kurse, um praktische Fähigkeiten zu üben
    Zum Beispiel:
    ein Koch-Kurs, ein Kurs zur Vorbereitung auf das Arbeits-Leben oder ein Blinden-Schrift-Lehrgang
  • Verständigung:
    Hilfe beim Sprechen und Verstehen.
    Zum Beispiel: ein Gebärden-Sprach-Dolmetscher
  • Mobilitäts-Hilfen: 
    Das bedeutet:
    Wenn man von einem Ort zu einem anderen Ort möchte.
    Und wenn man dabei Hilfe braucht.
    Zum Beispiel: Beförderung durch einen Fahr-Dienst, Leistungen zur Beschaffung von einem Auto oder zum Erwerb vom Führer-Schein


Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben

Das sind zum Beispiel:

  • Hilfs-Mittel am Arbeits-Platz
  • Eine Assistenz für die Arbeit. Eine Assistenz ist eine Person. Die Person hilft einem bei der Arbeit.
  • Leistungen damit ein neuer Beruf erlernt werden kann

Zum Bespiel:

  • Nach einer Krankheit
  • Oder nach einem Unfall


Medizinische Rehabilitation

Rehabilitation ist ein schweres Wort.

Deswegen sagen viele nur Reha.

Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Medizinische Rehabilitation bedeutet:

Herr Schmitz hatte einen Auto-Unfall

Und wurde schwer verletzt.

Nach dem Krankenhaus soll Herr Schmitz

Kranken-Gymnastik machen.

Damit er wieder so laufen kann wie früher.

 

Rehabilitations-Träger / Reha-Träger

Reha ist das kurze Wort für Rehabilitation.

Rehabilitation bedeutet Wieder-Herstellung.

Die Rehabilitation ist eine Hilfe für kranke

Oder behinderte Menschen.

Die Menschen sollen wieder arbeiten können.

Verschiedene Ämter bezahlen Leistungen zur Teilhabe am Arbeits-Leben.

Diese Ämter sind die Reha-Träger.

Zum Beispiel:

  • die Bundes-Agentur für Arbeit
  • die deutsche Renten-Versicherung
  • Oder die gesetzliche Unfall-Versicherung
     

Sozial-Gesetz-Buch 9

Die Abkürzung dafür ist: SGB 9

Das ist ein Gesetz.

In dem Gesetz steht zum Beispiel:

Menschen mit Behinderungen können Geld bekommen.

Oder sie können Hilfen bekommen.

Damit sie überall mit-machen können.

Rehabilitationseinrichtungen und Rehabilitationsdienste führen Leistungen zur Teilhabe aus. Es kann sich um eigene Einrichtungen und Dienste der Rehabilitationsträger oder um sogenannte Vertragseinrichtungen handeln. Einrichtungen und Dienste können stationär, ambulant oder mobil sein mit Angeboten im medizinischen, schulischen, beruflichen oder sozialen Bereich.

Zu den Rehabilitationseinrichtungen gehören insbesondere Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation (beispielsweise Reha-Kliniken) und Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation (beispielsweise Berufsförderungswerke (BFW), Berufsbildungswerke (BBW), Berufliche Trainingszentren (BTZ), Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie Einrichtungen zur Ausführung von Leistungen zur Sozialen Teilhabe (beispielsweise heilpädagogische Einrichtungen).

In Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation, wie den BBW und BFW, erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) wie beispielsweise Umschulungen, Berufsvorbereitungslehrgänge, außerbetriebliche Ausbildungenberufliche Anpassungen oder Weiterbildungen.

(ml) 2017