Nachtarbeit
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Nacht-Arbeit
Nacht-Arbeit ist Arbeit in der Nacht.
Im Arbeits-Zeit-Gesetz steht:
Nacht-Arbeit ist Arbeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens.
Es ist Nacht-Arbeit,
wenn man länger als 2 Stunden in dieser Zeit arbeitet.
Arbeit-Geber müssen ihren Mitarbeitern
eine medizinische Untersuchung anbieten,
wenn sie nachts arbeiten.
Die medizinische Untersuchung heißt in Schwerer Sprache:
Arbeits-medizinische Vorsorge-Untersuchung
Nacht-Arbeit ist für
- werdende Mütter
- stillende Mütter
- Und für Jugendliche
verboten.
Das steht
- im Mutter-Schutz-Gesetz
- Und im Jugend-Arbeits-Schutz-Gesetz
Nacht-Arbeit kann schlecht für die Gesundheit sein.
Zum Beispiel:
- man schläft weniger
- man schläft schlechter
- man hat Probleme mit dem Magen und dem Darm
- Und man hat weniger Kontakt zu anderen Menschen
Arbeit-Geber sollen sich von Betriebs-Ärzten beraten lassen.
Das heißt:
Die Ärzte sollen den Arbeit-Gebern Tipps geben.
Die Tipps sind zu verschiedenen Themen.
Zum Beispiel:
- Wie können die Mitarbeiter gesund bleiben?
- Oder wie können die Mitarbeiter an ihrem Arbeits-Platz gut arbeiten?
Hier werden Schwere Wörter erklärt:
Arbeits-Zeit-Gesetz
Das Arbeits-Zeit-Gesetz schützt die Gesundheit von Beschäftigten
in Deutschland.
Das kurze Wort für Arbeits-Zeit-Gesetz ist: ArbZG
Das ArbZG
- begrenzt die Arbeits-Zeit
- regelt Pausen
- Und Ruhe-Zeiten
Jugend-Arbeits-Schutz-Gesetz
Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz.
Sie brauchen andere Regeln als Erwachsene.
Vor allem bei der Arbeit:
- Kinder und Jugendliche sollen nicht zu lange arbeiten
- Sie sollen nicht zu früh mit der Arbeit beginnen
- Sie sollen nicht zu schwer arbeiten
- Und sie sollen keine gefährliche Arbeit machen
Deshalb gibt es in Deutschland:
- Die Verordnung für Kinder-Arbeits-Schutz. Das sind Regeln für Kinder von 13 bis 14 Jahren.
- Und es gibt das Gesetz für Jugend-Arbeits-Schutz. Das sind Regeln für Jugendliche von 15 bis 17 Jahren.
Das Gesetz schützt junge Menschen bei der Arbeit.
Jugendliche mit Schul-Pflicht dürfen nicht arbeiten.
Die Schul-Pflicht dauert 9 oder 10 Schul-Jahre.
Aber es gibt Ausnahmen.
Zum Beispiel:
Schüler ab 15 Jahren dürfen in den Schul-Ferien arbeiten.
Der Job darf höchstens 4 Wochen pro Jahr dauern.
Es gibt noch andere Regeln.
Zum Beispiel:
- Jugendliche dürfen erst mit 15 Jahren in einer Firma arbeiten
- Jugendliche unter 15 Jahren dürfen aber eine Ausbildung machen
- Jugendliche dürfen nur zwischen 6 Uhr und 20 Uhr arbeiten
- Jugendliche dürfen nur 40 Stunden in der Woche arbeiten
- Und Jugendliche dürfen nur 8 Stunden am Tag arbeiten
Mutter-Schutz-Gesetz
Dem Staat ist es sehr wichtig,
dass es Müttern und Kindern gut geht.
Frauen sind darum in Deutschland
am Arbeits-Platz besonders geschützt
- wenn sie schwanger sind
- Und wenn sie ihr Kind stillen
Schwangere Frauen und Mütter dürfen zum Beispiel
manche Arbeiten nicht machen.
Dafür gibt es Regeln.
Die Regeln stehen in einem Gesetz.
Das Gesetz heißt: Mutter-Schutz-Gesetz
Wenn Sie schwanger sind,
darf Ihr Chef Ihnen nicht kündigen.
Das nennt man Kündigungs-Schutz.
Wenn Sie schwanger sind
Oder Ihr Kind stillen:
Dann gibt es besondere Regeln für Ihre Arbeits-Zeiten.
- Sie dürfen nicht vor 6 Uhr morgens und nicht nach 20 Uhr abends arbeiten
- Sie dürfen nicht an Sonntagen und nicht an Feier-Tagen arbeiten
- Sie dürfen nicht mehr als 8,5 Stunden am Tag arbeiten
- Sie dürfen nicht mehr als 90 Stunden in 2 Wochen arbeiten.
Nachtarbeit ist gemäß Arbeitszeitgesetz (ArbZG) jede Tätigkeit, die zwischen 23 und 6 Uhr geleistet wird und länger als zwei Stunden dauert. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben nach § 6 ArbZRG jedem Arbeitnehmer und jeder Arbeitnehmerin die Möglichkeit einzuräumen, eine spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen, wenn in Nachtschichten gearbeitet wird. Daneben gelten besondere Regelungen für werdende und stillende Mütter, die gemäß Mutterschutzgesetz in der Zeit von 20 bis 6 Uhr nicht beschäftigt werden dürfen sowie für Jugendliche gemäß Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG).
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Nachtarbeit
Nachtarbeit kann gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen, zum Beispiel die Beeinträchtigung der Schlafdauer und Schlafqualität, Magen-Darm-Beschwerden, die Einschränkung sozialer Kontakte; Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten sich durch den Betriebsarzt oder die Betriebsärztin bei der Gestaltung von Schichtarbeit hinsichtlich arbeitspsychologischer, arbeitsphysiologischer und ergonomischer Fragestellungen beraten lassen.
Rechtsgrundlagen
-
Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
gesetze-im-internet.de -
§ 6 ArbZG Nacht- und Schichtarbeit
gesetze-im-internet.de