Grundsicherung
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Grund-Sicherung
Die Grund-Sicherung ist eine Hilfe vom Staat.
Menschen in Deutschland können Grund-Sicherung bekommen,
wenn sie nicht genug eigenes Geld zum Leben haben.
Grund-Sicherung ist eine Sozial-Leistung in 2 unterschiedlichen Fällen:
- Grund-Sicherung für Arbeit-Suchende
- Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung
Was ist die Grund-Sicherung für Arbeit-Suchende?
Sie bekommen Unterstützung,
wenn Sie eine Arbeit suchen.
Die Unterstützung heißt: Eingliederungs-Leistungen
Sie bekommen auch Unterstützung,
wenn Sie zu wenig Geld zum Leben haben.
Die Unterstützung heißt: Sicherung vom Lebens-Unterhalt
Ein anderer Name für diese Unterstützung ist: Bürger-Geld
Die Unterstützungen zusammen heißen: Grund-Sicherung für Arbeit-Suchende.
Was ist die Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung?
Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung steht Ihnen zu,
wenn Sie Ihren Lebens-Unterhalt nicht aus eigenem Einkommen
Oder Vermögen bezahlen können und Hilfe benötigen.
Um die Grund-Sicherung zu erhalten,
müssen Sie einen Antrag beim Sozial-Amt
Oder bei dem Sozial-Hilfe-Träger in Ihrer Stadt oder Gemeinde stellen.
Dann können Sie
die Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung bekommen:
- Sie sind im Renten-Alter, aber Ihre Rente reicht nicht aus, um Ihren Lebens-Unterhalt zu bezahlen
- Oder Sie sind zwar noch jünger, können aber wegen einer Behinderung oder Krankheit dauerhaft nicht arbeiten. Dies bedeutet: Sie sind dauerhaft voll erwerbs-gemindert.
Wann ist ein Mensch dauerhaft voll erwerbs-gemindert?
Wer mindestens 18 Jahre alt ist
Und pro Tag weniger als 3 Stunden arbeiten kann,
ist dauerhaft voll erwerbs-gemindert.
Diese Menschen mit Behinderungen können
die Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung bekommen:
- Wenn sie im Arbeits-Bereich von einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten
- Wenn sie im Arbeits-Bereich bei einem anderen Leistungs-Anbieter arbeiten
- Wenn sie in eine Tages-Förder-Stätte oder in einer Förder-Gruppe von der Werkstatt gehen
- Oder wenn sie einem Wohn-Heim leben
Seit dem Jahr 2020 können auch diese Menschen mit Behinderungen
die Grund-Sicherung im Alter und bei Erwerbs-Minderung bekommen:
- Wenn sie im Eingangs- oder Berufs-Bildungs-Bereich von einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind
- Wenn sie im Eingangs- oder Berufs-Bildungs-Bereich von einem anderen Leistungs-Anbieter beschäftigt sind
- Und wenn sie eine Ausbildung mit dem Budget für Ausbildung machen.
Hier werden Schwere Wörter erklärt:
Anderer Leistungs-Anbieter
Viele Menschen mit Behinderungen arbeiten
in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Das kurze Wort dafür ist: WfbM
Aber:
Manche Menschen mit Behinderungen wollen nicht
in einer WfbM arbeiten.
Menschen mit Behinderungen sollen noch andere Möglichkeiten haben.
Deswegen gibt es andere Leistungs-Anbieter.
Bei den anderen Leistungs-Anbieter gibt es auch Arbeits-Plätze
für Menschen mit Behinderungen.
Ähnlich wie in einer WfbM.
Andere Leistungs-Anbieter sind nur kleiner.
Menschen mit Behinderungen können dort
auch eine Berufs-Bildung machen.
Das sind andere Leistungs-Anbieter:
- Eine Firma
- Oder eine Organisation
Andere Leistungs-Anbieter können 3 Bereiche haben:
- Das Eingangs-Verfahren
- Einen Berufs-Bildungs-Bereich
- Und einen Arbeits-Bereich
Das Eingangs-Verfahren
Im Eingangs-Verfahren wird geprüft:
Kann die Person gut bei einem Anderen Leistungs-Anbieter arbeiten?
- Welche Arbeit passt zu der Person?
- Welche Hilfen werden gebraucht?
Der Berufs-Bildungs-Bereich
Im Berufs-Bildungs-Bereich lernen Menschen wichtige Dinge,
damit sie im Arbeits-Leben besser mit-machen können.
Zum Beispiel:
- Wie arbeitet man mit Metall?
- Wie arbeitet man mit Holz?
- Wie arbeitet man in der Land-Wirtschaft?
Der Arbeits-Bereich
Im Arbeits-Bereich gibt es viele Arbeits-Plätze.
Und verschiedene Aufgaben.
Zum Beispiel:
- Es werden Möbel gebaut
- Es wird in einer Druckerei gearbeitet
- Oder es wird in einer Gärtnerei gearbeitet
Bei anderen Leistungs-Anbietern gibt es manchmal nur einen Bereich.
Zum Beispiel:
- Nur einen Arbeits-Bereich
- Oder nur einen Berufs-Bildungs-Bereich
Andere Leistungs-Anbieter können selbst entscheiden:
Welche Bereiche werden angeboten.
Das unterscheidet einen anderen Leistungs-Anbieter von der WfbM:
Der Andere Leistungs-Anbieter darf selbst entscheiden:
- Bekommt die Person einen Arbeits-Platz bei dem anderen Leistungs-Anbieter?
- Bekommt die Person eine Berufs-Bildung bei dem anderen Leistungs-Anbieter?
Budget für Ausbildung
Budget wird so aus-gesprochen: büd schee.
Budget ist Geld.
Seit 2020 gibt es das Budget für Ausbildung.
Das Budget für Ausbildung soll Menschen mit Behinderungen
eine Berufs-Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeits-Markt ermöglichen.
Ziel-Gruppe sind Menschen
aus einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Das Amt gibt dem Ausbildungs-Betrieb Geld.
Davon kann der Ausbildungs-Betrieb die Ausbildungs-Vergütung bezahlen.
Sie können Geld für Ihre Unterstützung am Arbeits-Platz beantragen.
Wenn Sie am Arbeits-Platz eine besondere Anleitung brauchen,
kann Ihnen eine unterstützende Person helfen.
Wenn es auf dem allgemeinen Arbeits-Markt nicht klappt:
Dann können Sie auch wieder
in die Werkstatt für behinderte Menschen zurück.
Bürger-Geld
Das Bürger-Geld gibt es seit dem Jahr 2023.
Davor hieß das Bürger-Geld: Arbeitslosen-Geld 2.
Das Bürger-Geld bekommen Sie vom Job-Center.
Sie müssen dafür einen Antrag stellen.
Für das Bürger-Geld gibt es Regeln.
Diese Regeln stehen im Sozial-Gesetz-Buch 2.
Wer kann Bürger-Geld bekommen?
Dann können Sie Bürger-Geld bekommen:
Sie müssen erwerbs-fähig sein.
Erwerbs-fähig heißt:
Sie müssen mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten können.
Und Sie müssen hilfe-bedürftig sein.
Das heißt: Sie haben nicht genug Geld zum Leben.
Und Sie müssen 15 Jahre oder älter sein.
Und Sie dürfen noch nicht so alt sein,
dass Sie Alters-Rente bekommen können.
Und Sie müssen in Deutschland wohnen.
Tages-Förder-Stätte
Viele Werkstätten für behinderte Menschen haben Tages-Förder-Stätten.
Manche Menschen sind nicht fit genug,
um in der Werkstatt zu arbeiten.
Sie können in die Tages-Förder-Stätte hin-gehen.
Sie können da bei vielen Kursen mit-machen.
Und sie können viele neue Dinge lernen.
Damit sie später vielleicht in der Werkstatt arbeiten können.
Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
Die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen ist: WfbM
Viele Menschen mit Behinderungen
bekommen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt
keinen Ausbildungs- oder Arbeits-Platz.
Deshalb arbeiten Sie in einer WfbM.
WfbM machen die Teilhabe am Arbeits-Leben möglich.
Das heißt:
Sie schaffen Arbeits-Plätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
In einer WfbM gibt es verschiedene Arbeits-Plätze.
Die Arbeits-Plätze sind behinderungs-gerecht gestaltet.
Menschen mit Behinderungen bekommen hier
viel Unterstützung bei der Arbeit.
Die WfbM sollen den Werkstatt-Beschäftigten zum Beispiel:
- Passende Arbeits-Plätze anbieten
- Eine gute berufliche Bildung anbieten
- Ihre Persönlichkeit fördern
- Oder den Übergang auf den allgemeinen Arbeits-Markt ermöglichen
Diese Bereiche gibt es in einer WfbM:
- Eingangs-Verfahren
- Berufs-Bildungs-Bereich
- Arbeits-Bereich
- Und Förder- und Betreuungs-Bereich
Das Eingangs-Verfahren
Wenn eine Person neu in die WfbM kommt,
dann macht sie zuerst beim Eingangs-Verfahren mit.
Hier kann sie viele verschiedene Arbeits-Bereiche ausprobieren.
Und sie lernt, wie in der WfbM gearbeitet wird.
Die WfbM prüft in Eingangs-Verfahren zum Beispiel:
- Ob eine Person mit Behinderungen in der WfbM arbeiten kann
- Und wo die Person in der WfbM arbeiten kann
In dem Eingangs-Verfahren bleibt die Person 1 bis 3 Monate
Dann kommt sie in einen anderen Bereich.
Der Berufs-Bildungs-Bereich:
Hier können Menschen mit Behinderungen verschiedene Sachen lernen.
Dabei werden sie von Fach-Leuten unterstützt.
Denn sie sollen nach der Zeit im Berufs-Bildungs-Bereich
zum Beispiel:
- Eine Ausbildung machen können
- Einen Arbeits-Platz in der Werkstatt bekommen
- Oder auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten können
Im Berufs-Bildungs-Bereich
können Menschen mit Behinderungen auch lernen:
- Dass sie pünktlich bei der Arbeit sein müssen
- Wie sie mit Ihrem Geld umgehen sollen
- Und worauf sie im Straßen-Verkehr achten müssen. Damit ihnen nichts passiert
Der Berufs-Bildung-Bereich dauert 2 Jahre.
Der Arbeits-Bereich
Jeder Mensch mit Behinderungen soll die Arbeit machen,
die er am besten kann.
Dabei wird er in der WfbM von Fach-Leuten unterstützt.
Wenn ein Mensch im Arbeits-Bereich von der WfbM arbeitet,
dann hat er dort einen festen Arbeits-Platz.
Den Arbeits-Platz kann er so lange behalten,
wie er die Arbeit machen kann.
Und für die Arbeit bekommt er Geld.
Der Förder- und Betreuungs-Bereich
Manchmal können Menschen mit Behinderungen
nicht in der WfbM arbeiten.
Zum Beispiel:
Weil die Behinderung zu schwer ist.
Dann können sie in eine Förder-Gruppe gehen.
Oder sie gehen in die Tages-Förder-Stätte.
Grundsicherung ist eine Sozialleistung in zwei unterschiedlichen Fällen:
- Grundsicherung für Arbeitsuchende, siehe > Bürgergeld.
- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Dies ist eine bedürftigkeitsabhängige Leistung in Deutschland für über 65-Jährige und aus medizinischen Gründen dauerhaft voll Erwerbsgeminderte ab dem 18. Lebensjahr. Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (nach SGB XII), wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und voll und dauerhaft erwerbsgemindert sind.
Anspruch auf Grundsicherung
Ab dem 1.1.2020 haben auch Personen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder bei einem anderen Leistungsanbieter das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich durchlaufen. Der Anspruch wird zudem für Personen eingeführt, die das Budget für Ausbildung erhalten (§ 41 Absatz 1 und Absatz 3a SGB XII-neu).