Festbeträge der Gesetzlichen Krankenversicherungen

Es gibt für die Hilfsmittelversorgung durch die Gesetzliche Krankenversicherung zur Orientierung ein Hilfsmittelverzeichnis mit Produkten, die unter die Leistungspflicht der GKV fallen können. Für einzelne Produktgruppen in diesem Verzeichnis gibt es Festbetragsregelungen.

Die Festbeträge definieren die Obergrenzen für die Kostenübernahme bestimmter Hilfsmittel durch die GKV. Sie geben damit für die einzelnen Produktgruppen, welche im GKV-Hilfsmittelverzeichnis bestimmt sind, die Leistungspflicht wieder.
Im Einzelfall kann eine Versorgung erfolgen, welche über den Festbetrag hinausgeht. Ggf. müssen die entstehenden Mehrkosten vom Versicherten selbst gezahlt werden. Allerdings gibt es auch Urteile, die besagen, dass die Krankenversicherung den gesamten Aufwand begleichen muss.

Die Festbeträge gelten bundesweit einheitlich und werden durch den GKV-Spitzenverband festgelegt (§ 36 SGB V). Dabei gibt es Vorgaben durch den Gesetzgeber (§35 SGB V), nach denen die Festbeträge eine Versorgung ermöglichen sollen, welche ausreichend, zweckmäßig, wirtschaftlich und mit einer gesicherten Qualität sein soll. Aufgrund dessen richten sich die Festbeträge nach den preisgünstigeren Versorgungsmöglichkeiten.

Aktuell gibt es Festbeträge zu Einlagen, Hörhilfen, Ableitenden Inkontinenzhilfen, Hilfsmittel zur Kompressionstherapie und Sehhilfen.

(Pe) 2021