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Budget für Ausbildung

Das Budget für Ausbildung ist eine zum 01.01.2020 (analog zum Budget für Arbeit) eingeführte Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA).

Das Budget für Ausbildung kann von Menschen mit Behinderungen genutzt werden, wenn ein Anspruch auf Leistungen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) vorliegt.

Mit Inkrafttreten des Teilhabestärkungsgesetzes (TeilhStG) am 01.01.2022 wurde das Budget für Ausbildung in Bezug auf den Personenkreis und die Leistungen ausgeweitet. Seitdem können auch Personen, die bereits im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder bei einem anderen Leistungsanbieter tätig sind, noch ein Budget für Ausbildung (als Leistung zur beruflichen Bildung) erhalten und damit eine reguläre (sozialversicherungspflichtige) betriebliche Ausbildung oder eine Fachpraktikerausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufnehmen (vgl. § 61a Absatz 1 Satz 1 SGB IX n. F.).

Bestandteile des Budgets für Ausbildung sind Geld für eine Assistenz am Ausbildungsplatz und in 
der Berufsschule sowie die Erstattung der Ausbildungsvergütung.

Künftig sollen auch erforderliche Fahrtkosten und der Anteil der Arbeitgeber am Gesamtsozialversicherungsbeitrag Bestandteil des Budgets für Ausbildung sein. Dementsprechend wurde § 61a Absatz 2 Satz 1 SGB IX neu gefasst (rechtswirksam ab 01.01.2022).

Die Leistung wird längstens bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erbracht.

Zuständige Leistungsträger für das Budget für Ausbildung sind die Bundesagentur für Arbeit (BA), Rentenversicherung, Unfallversicherung oder die Träger der Kriegsopferfürsorge.

(ml) 2022 (03/2022)