Betriebspraktikum
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Ein Betriebs-Praktikum ist eine Arbeit in einer Firma.
Dabei lernt man:
- wie die Arbeit in der Firma ist
- wie die Arbeit in der Firma organisiert ist
- wie die Firma Geld verdient.
Es ist nicht wie ein Arbeits-Verhältnis.
Es kann auf verschiedene Arten geregelt sein.
Schüler und Schülerinnen machen Praktika in Firmen.
Das ist wichtig für die Berufs-Vorbereitung.
Und es ist wichtig für die Berufs-Wahl.
Es gibt auch Praktika in berufsfördernden Maßnahmen.
Das heißt:
Man kann sich mit den Praktika auf den Arbeits-Markt vorbereiten.
Vielleicht müssen Sie vor einer Ausbildung oder Weiter-Bildung ein Praktikum machen.
Dann können Sie sich besser entscheiden.
Menschen mit Behinderungen können dort zum ersten Mal in einem Beruf arbeiten.
Man muss sich gut vorbereiten.
Und man braucht Hilfe.
Sie suchen einen Praktikums-Platz?
Die Fach-Kräfte von der Agentur für Arbeit können Ihnen helfen.
Ein Betriebspraktikum vermittelt Einblicke in die berufliche Praxis, betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge. Die Mitarbeit im Betrieb erfolgt auf Grundlage eines Praktikantenstatus', der unterschiedlich geregelt sein kann (bei längeren Praktika zum Beispiel durch einen Praktikantenvertrag), der in jedem Fall jedoch abgegrenzt ist von einem Arbeitnehmerverhältnis.
Schulisches Betriebspraktikum
Schulische Betriebspraktika finden im Rahmen der Berufsvorbereitung und Berufswahlvorbereitung statt. Sie sind in den letzten Klassen aller Schulen fester Bestandteil der vorberuflichen Bildung. Betriebspraktika zählen zu den handlungsorientierten Formen des berufsorientierenden Unterrichts und werden – wie Betriebs- und Arbeitsplatzerkundungen – intensiv vorbereitet und ausgewertet.
Betriebspraktikum während einer berufsfördernden Maßnahme
Betriebspraktika während berufsfördernder Maßnahmen sind grundsätzlich ein integrierter Bestandteil bei allen berufsfördernden Maßnahmen. Dies betrifft sowohl Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) als auch die Berufsausbildung in überbetrieblichen Einrichtungen (BüE) sowie die Berufsausbildung und Weiterbildung in Rehabilitationseinrichtungen (zum Beispiel Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk).
Die mehrwöchigen Praktika stellen einen direkten Bezug zur Betriebspraxis her, schaffen Brücken zum allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und sollen Übergänge erleichtern. Die enge Zusammenarbeit mit den Betrieben ist für den Erfolg eines Praktikums entscheidend. Die Praktikantinnen und Praktikanten werden während des Praktikums durch Bezugspersonen der jeweiligen Einrichtung begleitend betreut. Die Einrichtung ist ebenfalls verantwortlich für die Auswahl und Vermittlung der Praktikumsstellen.
Praktikum im Vorfeld von Ausbildung, Weiterbildung und Beruf
Bei einer rein schulischen Berufsausbildung oder beruflichen Weiterbildung werden – je nach Beruf – gelegentlich bis zu einjährige Vorpraktika vorausgesetzt. Darüber hinaus können Praktika eine sinnvolle Überbrückung zu einer Ausbildung darstellen oder zur Entscheidungsfindung bei der Berufswahl beitragen.
Dies betrifft zum Beispiel das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und den Europäischen Freiwilligendienst (EFD), die gesetzlich geregelt sind, und zum Teil auch als Vorpraktika bei einer schulischen Berufsausbildung/Weiterbildung oder bei der Zulassung zu einem Studium als Wartezeit angerechnet werden können. Auskunft über die genannten Möglichkeiten geben die Fachkräfte der Agenturen für Arbeit.
Praktikum und Behinderung
Für Menschen mit Behinderung ist ein Betriebspraktikum oft die erste Gelegenheit, Betriebspraxis und berufliche Anforderungen unmittelbar zu erfahren. Umso wichtiger sind eine umfassende Vorbereitung (auch der betrieblichen Betreuer) und Begleitung, die Spielraum für eine realistische Selbsterfahrung lassen.
Das Praktikum kann im Einzelfall gezielt genutzt werden, um den möglichen Einsatz technischer Arbeitshilfen am Arbeitsplatz auszuloten. Die Fachkräfte der Agenturen für Arbeit helfen dabei, entsprechende Praktikumsstellen für behinderte Menschen zu suchen.