Schwerbehindert oder gleichgestellt?

Ob jemand im Anzeigeverfahren zur Personengruppe schwerbehinderter oder gleichgestellter Menschen gezählt wird, hängt von seinem Grad der Behinderung (GdB) ab. Aber Vorsicht: Die alleinige Feststellung des GdB in Form des Feststellungsbescheides durch das Versorgungsamt reicht dabei nicht aus!

Zum Nachweis der Schwerbehinderung ist der vom Versorgungsamt ausgestellte Schwerbehindertenausweis nötig. Den bekommt der Antragsteller oder die Antragstellerin vom Versorgungsamt ab einem GdB von 50.

Zum Nachweis der Gleichstellung muss ein Bescheid der Agentur für Arbeit über die Gleichstellung vorliegen. Die Gleichstellung können Menschen mit Behinderung mit einem GdB von 30 oder 40 bei der Agentur für Arbeit beantragen. Die Agentur für Arbeit prüft den Antrag und spricht die Gleichstellung aus, wenn ein geeigneter Arbeitsplatz wegen der Behinderung ohne die Gleichstellung nicht erlangt oder behalten werden kann.

Übrigens: Im Anzeigeverfahren ist es nicht notwendig, den Grad der Behinderung einzutragen, die Angabe der Personengruppe reicht aus!