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IW-Elan-Newsletter 1 / 2018

Köln, 15. März 2018

Abgabe der Schwerbehindertenanzeige bis zum 31. März 2018

Arbeitgeber, die 2017 im Jahresdurchschnitt monatlich mindestens 20 Arbeitsplätze (im Sinne der §§ 156ff SGB IX) hatten, sind anzeigepflichtig und müssen bis zum 31.03.2018 eine Anzeige über die Erfüllung der Beschäftigungspflicht bei der Agentur für Arbeit abgeben.

Am schnellsten geht das per elektronischem Versand mit der kostenlosen Software IW-Elan. Diese können Sie auf unserer Homepage www.iw-elan.de schnell und unkompliziert herunterladen.

Falls eine Ausgleichsabgabe zu zahlen ist, ist diese ebenfalls zum 31. März 2018 fällig und muss an das zuständige Integrationsamt überwiesen werden. Bei verspäteter Zahlung erhebt das Integrationsamt einen Säumniszuschlag.

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Aus der Praxis: Wie werden Rentner und Rentnerinnen im Anzeigeverfahren behandelt?

Das SGB IX kennt keine Altersgrenze. Der Arbeitgeber kann seine Beschäftigungspflicht auch durch Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen erfüllen, der die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat. Maßgeblich ist, dass ein Beschäftigungsverhältnis mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 18 Stunden und einer Dauer von mehr als 8 Wochen bestehen muss (siehe §§ 156 und 158 SGB IX).

Wenn Renten- oder Pensionsempfänger/innen auf Arbeitsplätzen im Sinne des § 156 SGB IX beschäftigt sind, werden sie im Anzeigeverfahren genauso behandelt wie andere Arbeitnehmer/innen. Ein Arbeitsverhältnis kann auch bestehen, wenn eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung bezogen wird.

Auch ruhende Arbeitsverhältnisse – wegen des Bezugs einer Rente auf Zeit oder bei Altersteilzeit in der Freistellungsphase – zählen weiter als Arbeitsplatz, wenn keine Vertretung eingestellt ist.

Mehr Informationen dazu finden Sie im IW-Elan-Lexikon unter dem Stichwort "Rentner": www.iw-elan.de

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Überblick behalten: Liste mit ablaufenden Nachweisen

Mitarbeiter/innen können nur angerechnet werden, solange ihr Schwerbehindertenausweis - bzw. ein anderer Nachweis ihrer Anrechenbarkeit - gültig ist. Um den Überblick zu behalten, können Sie sich in IW-Elan eine Übersicht über alle Nachweise (Arbeitgeber und Nebenbetriebe), die im Anzeigejahr ablaufen oder abgelaufen sind, erstellen lassen. Sie finden diese Liste unter dem Menüpunkt "Seitenansicht/Druck" -> "interne Listen" -> "ablaufende Nachweise". Zusätzlich können Sie sich auch in der "Vorschau 2018" (Menüpunkt "Extras") eine Liste der ablaufenden Nachweise für das kommende Jahr erstellen.

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Schwerbehindert oder gleichgestellt?

Ob Mitarbeiter/Beschäftigte im Anzeigeverfahren zur Personengruppe schwerbehinderter Menschen (SB) oder gleichgestellter Menschen zählen (GL), hängt von den Entscheidungen der zuständigen Behörden ab. 

Schwerbehindert ist, wer einen Grad der Behinderung von 50 oder mehr hat und vom zuständigen Versorgungsamt als schwerbehinderter Mensch anerkannt ist. Im Anzeigeverfahren führt der Arbeitgeber den Nachweis der Schwerbehinderteneigenschaft, indem er sich von seinem Beschäftigten den Schwerbehindertenausweis vorlegen lässt und das dort angegebene Aktenzeichen/Geschäftszeichen des Versorgungsamts in das Verzeichnis der beschäftigten schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen einträgt.

Behinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von 30 oder 40 können von der Agentur für Arbeit den schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn  sie infolge der Behinderung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können. Im Anzeigeverfahren führt der Arbeitgeber den Nachweis der Gleichstellung, indem er sich von seinem Beschäftigten den Gleichstellungsbescheid der Agentur für Arbeit vorlegen lässt und das dort angegebene Aktenzeichen/Geschäftszeichen der Agentur für Arbeit in das Verzeichnis einträgt.

Übrigens: Ein Antrag auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch oder auf Gleichstellung reicht nicht aus. Die Entscheidung der zuständigen Behörde hierüber muss vorliegen.

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Förderfinder-App - Wer fördert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung?

REHADAT hat die erste App zur Suche nach Fördermöglichkeiten für die berufliche Teilhabe von (schwer)behinderten Menschen in Deutschland veröffentlicht. Arbeitgeber, Berater und Betroffene können nach bundesweiter Regelförderung oder nach Sonderförderprogrammen der Länder suchen – zur Zeit sind knapp 40 verschiedene Fördermöglichkeiten vorhanden.

Der Nutzer kann die Suche individuell gestalten und erfährt in der Detailansicht mehr über Zielgruppe, genaue Inhalte, Laufzeit und Umfang der Förderung. Außerdem bekommt er nützliche Links zu Ansprechpartnern oder direkt zum jeweiligen Programm. Ein umfangreiches Lexikon der beruflichen Teilhabe ergänzt die barrierefreie App.

Die kostenlose Förderfinder-App ist hier erhältlich:

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