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Insolvenz

Wenn ein anzeigepflichtiges Unternehmen Insolvenz anmelden muss, ist im Anzeigeverfahren Folgendes zu beachten:

Die Verpflichtung zur Anzeigenerstattung geht auf den Insolvenzverwalter über. Es ist eine Anzeige für den Zeitraum bis zur Insolvenzeröffnung und - bei Weiterführung des Unternehmens durch den Insolvenzverwalter - auch ab Weiterführung zu erstatten und die Ausgleichsabgabe zu entrichten.

Wichtig dabei: Diese Anzeigen dürfen nicht die gleiche Betriebsnummer haben. Der Insolvenzverwalter erhält bei Weiterführung des Unternehmens eine neue Betriebsnummer.

Berechnungsgrundlage für die Ausgleichsabgabe nach Insolvenzeröffnung ist die Zahl der weiterbeschäftigten Arbeitnehmer.

Erstattung der Anzeige

Unabhängig vom Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung ist die Anzeige erst im regulären Anzeigeverfahren für das jeweilige Anzeigejahr zu erstatten. In der Regel erfolgt die Bereitstellung der neuen IW-Elan-Version im Dezember.

Während die Ausgleichsabgabe des insolventen Unternehmens nach der Insolvenzordnung sofort fällig ist und zur Tabelle angemeldet werden kann / muss, wird die Fälligkeit der Ausgleichsabgabe des weitergeführten Unternehmens nicht vorgezogen. Stichtag für die Überweisung ans Integrationsamt bleibt der 31. März des Folgejahres.

Unterstützung durch IW-Elan

Einen Überblick über die Höhe der zu zahlenden Ausgleichsabgabe kann man sich vorab in IW-Elan über die Funktion „Extras / Vorschau“ verschaffen. Damit korrekt1 gerechnet wird, müssen dabei die Felder für die Monate, in denen keine Betriebstätigkeit besteht, leer gelassen werden.

Das gilt auch für die Erstellung der endgültigen Anzeigen mit IW-Elan: Der Zeitraum der Betriebstätigkeit und die monatlichen Arbeitsplatzzahlen werden in der Rubrik „Arbeitsplätze“ angegeben. In Monaten, in denen keine Betriebstätigkeit besteht, dürfen keine Nullen angegeben werden, sondern die Eingabefelder müssen leer bleiben - dann erfolgen alle Auswertungen und Berechnungen automatisch für den verkürzten Zeitraum.

1Bitte beachten Sie, dass Rechtsänderungen, die sich auf die Berechnung des Folgejahres auswirken, in der Vorschau evtl.  nicht berücksichtigt sind. So rechnet die Vorschau von REHADAT-Elan 2015 nicht mit den für das Anzeigejahr 2016 erhöhten Staffelbeträgen.