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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zur Vorhersage der Ausbildungs- und Persönlichkeitsreife junger Menschen mit Lernbehinderung während der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme - BvB

Was weiß die Eignungsanalyse über die Entwicklung der Ausbildungs- und Persönlichkeitsreife junger Menschen mit Lernbehinderung?



Autor/in:

Eser, Karl-Heinz


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2009, 29. Jahrgang (Heft 1), Seite 14-17, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2009



Abstract:


Zu Beginn der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) wird bei jedem Jugendlichen eine Eignungsanalyse durchgeführt.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass das richtige pädagogische Maß zwischen fürsorglicher Belagerung und selbstbestimmter Verwahrlosung wichtig ist und im Einzellfall mit dem jungen Menschen mit (Lern-) Behinderung zusammen gefunden werden muss. Dabei darf nicht vergessen werden, dass jeder Einzelfall anders ist und die Wahrscheinlichkeitsbetrachtung einer Prognose nur für große Ereignismengen gilt, also zum Beispiel nur für viele Menschen. Für den konkreten Einzelfall können meistens keine gesicherten Voraussagen getroffen werden. Deswegen ist es bei Vorhersagen wichtig, ihre Möglichkeiten und Grenzen zu kennen - andernfalls wird unverantwortlich Schicksal gespielt.

Viele Entwicklungen während der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) zeigen, dass es durch die Eigen- und Umfelddynamik junger Menschen mit Lernbehinderung eine Reihe von Unbekannten gibt, die förderlich oder hemmend und manchmal beides gleichzeitig sein können.

Typisch für junge Menschen mit Lernbehinderung in der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme mit ihrer engen Wechselwirkung von Diagnose und Förderung sind oft ungeradlinige und turbulente Entwicklungsprozesse mit schwer vorhersehbaren Stillstands- und Beschleunigungsphasen (positiv wie negativ), die eine gestufte Entscheidungsfindung nötig machen. Diese Entwicklungen können mit so genannten linearen Prognosemodellen nur höchst unvollständig abgebildet werden.

Die wahrscheinlich beste Prognose besteht darin, die individuelle berufliche Zukunft diagnosegeleitet und wohlwollend zu gestalten:
- in aller Öffentlichkeit,
- mit allen Unwägbarkeiten,
- mit gültigen (validen) Instrumenten,
- in einer gestuften (sequentiellen) Entscheidungsfindung zwischen Fördern, Selbst- und Fremdbewertung und -bestimmung.

Dieser Weg muss erfahrbar und einsehbar sein und dem Dialog-Kriterium folgen, das heißt, Sachverhalte oder Entscheidungen werden zum Beispiel von Beraterinnen und Beratern nur dann selbst richtig verstanden, wenn sie diese anderen Menschen einfach, verständlich und folgerichtig erklären können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: Berufsbildungswerk Dürrlauingen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/7116


Informationsstand: 27.05.2009

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