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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Screeningverfahren zur Erhebung der Lernausgangslage für die Berufswahlreife ab Klasse 7


Autor/in:

Scheungrab, Bernd; Schulze, Friedrich


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berufliche Rehabilitation, 2008, 22. Jahrgang (Heft 3), Seite 167-175, Freiburg im Breisgau: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

2008



Abstract:


Die Autoren thematisieren das Screeningverfahren SELB zur Erhebung der Lernausgangslage für die Berufswahlreife ab Klasse 7. Der Unterricht im Fach Arbeitslehre soll die SchülerInnen bei der Vorbereitung auf eine Erfolg versprechende Berufswahl und beim Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt unterstützen.

Unabhängig vom aktuellen Förderort erhält der berufswahlvorbereitende Förderunterricht nach der Klasse 6 eine zentrale Bedeutung im Fächerkanon der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Alle Fördermaßnahmen in den Feldern Arbeitslehre umfassen in den Jahrgangsstufen 7-10 die Bereiche der handwerklich-motorischen, der körperlichen, der geistigen und der sozialen Reife. Auch wenn die inhaltliche Schwerpunktsetzung in den Jahrgangsstufen variiert, wird eine ganzheitliche Förderung zur Berufswahlreife angestrebt.

Sonderpädagogische Förderpläne dokumentieren erreichte Lern- und Entwicklungsstände. Die kontinuierliche Evaluation und Fortschreibung der individuellen Förderpläne machen es deshalb notwendig, im Bereich der Arbeitslehre die individuelle Lernausgangslage mit Hilfe der lernprozessbegleitenden Diagnostik zu ermitteln und fortzuschreiben. Aufgrund dieser Vorgaben und mit diesen Hilfen können SchülerInnen elementare, berufsbezogene Kenntnisse erlangen und gewinnen so eine möglichst wirklichkeitsnahe Selbsteinschätzung. Die Erkenntnisse über die eigene Person können sie bei der Berufswahl berücksichtigen.

Die Ergebnisse der mit dem Screeningverfahren SELB gemachten fortlaufenden Beobachtungen können am Ende des vorletzten Schuljahres der Berufsberaterin oder dem Berufsberater als Grundlage für die Einzelberatung zur Verfügung gestellt werden. Um die Qualitätssicherung im Fach Arbeitslehre zu sichern, bildete sich eine Arbeitsgemeinschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Diagnosematerialien zu erstellen. Sie sollen die Erhebung der Lernausgangslage optimieren und auf ein gesichertes Fundament stellen. In den entstandenen Richtlinien wird den Schlüsselqualifikationen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Auch im Screeningverfahren SELB wurden die Aufgaben darauf abgestimmt. Im Speziellen beschäftigt sich das Screeningverfahren SELB mit den Fragen der Förderdiagnostik im Rahmen des Erwerbs der handwerklich-motorischen und geistigen Reife ab Klasse 7. In acht Bereichen werden 24 Aufgaben gestellt, die Auskunft über die Lernausgangslage der SchülerInnen geben soll.

Das Screeningverfahren SELB wird komplett in einem Koffer bereitgestellt. Zur Durchführung eignet sich jeder Raum und es sind keine speziellen Ausrüstungen erforderlich. Es ist sinnvoll, das Handbuch einmal durchzulesen und das Vorgehen nach vorgegebener Reihenfolge bietet sich an. Zudem ist eine positive und entspannte Arbeitsatmosphäre hilfreich.

Die Dokumentation der Arbeitsergebnisse wird in den drei Kategorien:
- kein Förderbedarf,
- partieller Förderbedarf und
- individueller Förderbedarf
eingeteilt.

Die gewonnenen Daten werden auf einen Auswertungsbogen übertragen und es kann eine individuelle Leistungskurve erstellt werden, die jährlich ergänzt oder verändert werden kann.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Berufliche Rehabilitation - Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/6894


Informationsstand: 05.12.2008

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